Der Hochbunker in der Körnerstraße und die Ehrenfelder Synagoge

„Nunmehr bin ich mit meinem Latein am Ende“ resümierte 1991 Bezirksvorsteher Günter Rombey, nachdem er sich um die Erforschung der Eigentumsübertragungen zwischen 1933 und 1945 des Grundstücks Körnerstraße 93 – 113 bemüht hatte. Denn auf diesem Grundstück stand bis 1938 die Ehrenfelder Synagoge und bis heute ein Hochbunker. Ausführlich schildert er seine vergeblichen Bemühungen um Auskunft bei Ämtern und Behörden in einem von der Initiative Gestaltwechsel herausgegebenen Heft. Klärung sollte später erst ein Denkmalgutachten für den Hochbunker bringen.

Doch der Reihe nach:

Der Hochbunker Körnerstraße liegt im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. In der Körnerstraße 93 – 113 befand sich bis zur Einstellung der Produktion im Mai 1919 die Goldleisten- und Rahmenfabrik Karl Koenemann. Das Grundsstück wurde aufgeteilt und der südwestliche Teil von Peter und Johann Winkels erworben. Am 17. August 1926 erwarb die Synagogengemeinde Köln im Wege der Zwangsversteigerung das Grundstück, um hier eine Synagoge zu errichteten.

Die Entwürfe zum Neubau der Synagoge und Umbau des bestehenden zweigeschossigen Hauses Körnerstr. 93 zur Religionsschule für Jungen und Mädchen erarbeitete der bedeutende Kölner Architekt Robert Stern (*1885, Köln 1964, New York), der auch die Bauleitung übernahm.

Stern entwarf 1927 auch das Friedhofsgebäude und die Trauerhalle für den jüdischen Friedhof in Bocklemünd und den berühmten Pavillon der „Jüdischen Sonderschau“ auf der „Pressa“ 1928.

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Die Grundsteinlegung für die Synagoge erfolgte am 18. Oktober 1926. Am 18. September 1927 fand in einer Feierstunde die Einweihung der Synagoge statt. Die Ehrenfelder Synagoge wurde bereits 11 Jahre später während der Novemberpogrome 1938 vom 9. auf den 10. November bis auf die Außenmauern zerstört. „Die Leute aus der Körnerstraße standen dabei und schauten einfach zu“ berichtet dazu ein Augenzeuge.

Am 22. Oktober 1942 verkaufte die Rechtsnachfolgerin der Synagogengemeinde Köln, die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland (in Person Georg Israel Meyer als Vertreter ohne Vertretungsmacht) Teile des Grundstücks an den Kaufmann Johann Peters. Am 18. Januar 1943 musste der verbliebene Grundstücksteil an den Reichsfiskus (Luftfahrt), abgetreten werden. Schließlich muss auch Johann Peters am 31. Mai 1943 eine Parzelle als Grunddienstbarkeit dem Reichsfiskus (Luftfahrt) abtreten.

Das benachbarte Teilgrundstück blieb zunächst im Eigentum der Familie Koenemann. Der Erbe, Sohn Frederik Könemann war bereits vor dem Ersten Weltkrieg nach London gezogen und erwarb hier die britische Staatsbürgerschaft, außerdem erhielt er die Erlaubnis sich in Fred Kennedy umzubenennen.

Am 22. Juni 1938 fand die Zwangsversteigerung des Grundstücks statt. Zuvor war Kennedy enteignet worden und das Grundstück als „Feindvermögen“ beschlagnahmt worden.

Die neuen Eigentümer Michael Krahe und Peter Müller wollten hier Wohnhäuser errichten, doch im Dezember 1940 erging an sie die Anweisung das Grundstück dem „Führer-Sofortprogramm“ zur Verfügung zu stellen. Im Jahr 1941 hat der Reichsfiskus (Luftfahrt) das Grundstück erworben.

Ob der Bau des Hochbunkers Körnerstaße zunächst an der Stelle der zerstörten Synagoge geplant war, ist ungewiss. Denn auch andere Hochbunker, zum Beispiel in Braunschweig, Hamburg, Frankfurt a. M. oder Siegen, wurden auf den Standorten von Synagogen errichtet, die von den Nationalsozialisten erst geschändet, dann abgerissen und schließlich als Örtlichkeiten für den Luftschutz der deutschen Bevölkerung genutzt wurden.

Auch das Denkmalgutachten zum Hochbunker kommt zu dem Schluss: „Der Bau des Luftschutzbunkers in unmittelbarer Nachbarschaft hatte aber sicherlich, neben den rein praktischen auch politische Gründe.“

Die bishierhin geschilderte komplexe Geschichte der Teilung und sukzessiven Aneignung der einzelnen Teilgrundstücke durch den Reichsfiskus lassen ahnen, warum noch bis in die 1990er Jahre angenommen wurde, der Bunker sei an Stelle der Synagoge errichtet worden.

Die Errichtung des Hochbunkers

Nach dem „Führer-Sofortprogramm“ vom 10. Oktober 1940 lag die Errichtung von Bunkern in der Hand der kommunalen Baubehörden. Der Bunker in der Körnerstraße wurde aber erst, 1942/43 nach den ersten großen Luftangriffen errichtet.

Die gebotene Eile, mit der Zivilschutzanlagen in Köln zu errichten waren und die aufwändige Beseitigung von Mauerresten und Kellerfundamenten der Synagoge in der Körnerstraße, werden den Ausschlag gegeben haben, den Hochbunker auf dem unbebauten Teilgrundsück zu errichten.

Der Entwurf für den Hochbunker stammt von Hans Schumacher (*1891, Bonn – † 1982, Kürten). Schumacher entwarf zum Beispiel den Pavillon der Arbeiterpresse auf der Kölner Ausstellung Pressa (1928) und im Stil des „neuen Bauens“ Wohnhäuser in Rodenkirchen (1929 bis 1934).

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwarf er Schulbauten im Stil der Moderne: die Gymnasien in Viersen und in Hamm, das Pädagogische Zentrum in Köln und Berufsschulen in Köln und Leverkusen. Außerdem stammt von ihm in Zusammenarbeit mit Willy Weyers der Entwurf für das Erzbischöfliche Palais Köln (1957 bis 1958).

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Bei dem Hochbunker handelt sich um ein dreigeschossiges, freistehendes Gebäude aus unverkleidetem Stahlbeton, das über erweitertem rechteckigem Grundriß mit einem pfannengedeckten Walmdach abschließt. Die Gebäudeenden der Straßenfront sind durch Eingangsvorbauten akzentuiert, die Gebäudemitte durch einen flachen Risalit, der in einem überhöhten Dachaufbau in gleicher Höhe mit den Kopfbauten über die Traufe hinausführt. Im Erdgeschoß des Risalits liegt die heute zugesetzte Öffnung einer Durchfahrt.

Die Nutzfläche des Hochbunkers beträgt 1700 m2. Die Anzahl der Schutzplätze wurde zuletzt mit 1502 angegeben.

Zu dem Hochbunker gehört noch ein unbebauter rückwärtiger Grundstücksteil, der bis heute an einen Karnevalsverein verpachtet ist.

Denkmal Hochbunker Körnerstraße

Der Hochbunker Körnerstraße steht seit dem 25. April 1995 unter Denkmalschutz und wird in der Denkmalliste der Stadt Köln mit der Nummer 7443 geführt. Die Gutachterliche Stellungnahme vom 27. Juni 1994 des Landschaftsverbandes Rheinland zum Denkmalwert des Hochbunkers Körnerstraße führt zur Begründung aus:

„Der Denkmalwert des Hochbunkers in der Körnerstraße ist einmal in seiner stadtgeschichtlichen, zum anderen in seiner architekturgeschichtlichen Bedeutung begründet. Seiner Verbindung zur Stadtgeschichte, insbesondere der Ehrenfelder Juden, widerspricht nur scheinbar der Tatsache, dass der Bunker nicht anstelle der Synagoge errichtet wurde“ und weiter: „Die jüdische Vergangenheit Ehrenfelds, die Ereignisse der Judenverfolgung und die des Luftkrieges haben Planung, Bautätigkeit und Abriß in diesem Teil der Körnerstraße bestimmt und der Bunker als letzter Zeuge, zwingt zur Erinnerung an diese historischen Verstrickungen.“

Abschließend resümiert das Gutachten: „Wenn im Denkmalschutzgesetz NW die historische Bedeutung eines Denkmals für Städte und Siedlungen gefordert wird, so ist diese im Falle des Ehrenfelder Bunkers eindeutig vorhanden. Aufgrund der Beispielhaftigkeit für eine spezielle architekturgeschichtliche Entwicklung – Bunkerbau als originäre Bauaufgabe des Dritten Reichs – ist er als ein Baudenkmal aus stadt- und architekturgeschichtlichen Gründen zu erhalten und nutzen.“

Die Nutzung des Hochbunkers nach dem Krieg

Der Hochbunker überstand die letzten beiden Kriegsjahre unbeschadet und hatte somit seinen Zweck erfüllt, der Zivilbevölkerung Schutz vor Luftangriffen zu bieten.

So wie die Innenstadt Kölns, waren auch große Teile des industriell geprägten Ehrenfelds nach Kriegsende ein Trümmerhaufen. Ehrenfeld musste 55 alliierte Luftangriffe überstehen. Der Hochbunker diente daher noch bis Mitte der 1950er Jahre als Notunterkunft für Ausgebombte. Ganze Familien mussten hier zum Teil über Jahre in diesem lichtlosen Gemäuer leben. Dafür wurden zahlreiche Zwischenwände eingezogen, um in den ca. 6 m² großen Zellen ein Minimum an Privatheit zu gewähren. Die Zwischenwände wurden später wieder entfernt, so dass heute nur noch Spuren an Decke und Boden an die beengten Verhältnisse erinnern.

Danach blieb der Bunker in der Verfügbarkeit der Bundesregierung und wurde 1962 erstmalig instandgesetzt.

Über die Nutzung des Bunkers während der 1960er und 70er Jahre ist nur wenig bekannt. Bis heute erhaltene Inschriften an den Wänden weisen auf ein Möbellager und die Nutzung als Proberäume hin. Belegen lässt sich lediglich, dass Jürgen Zeltinger hier mit seiner Band einen Proberaum hatte und 1979 die B-Seite seines ersten Albums „De Plaat -Live im Roxy und Bunker“ aufgenommen hat, unter anderem das legändere „Müngersdorfer Stadion“.

Die nachweislich erste künstlerische Nutzung fand im Jahr 1981 statt. Daniel Spoerri, damals Professor an den Kölner Werkschulen, führte zusammen mit seinen Studenten im Rahmen des Festivals “Theater der Welt” die Kunst- Aktion “Promenade sentimentale” durch. Auf der Liste ungewöhnlicher Orte, an denen künstlerische Inszenierungen stattfanden, stand auch der Ehrenfelder Hochbunker, der damals mit blauem Notlicht nur schwach beleuchtet war.

1983/84 wurde der Bunker nochmals ertüchtigt und für den Katastrophenfall zu Zivilschutzzwecken vorgehalten. Der Zivilschutz fällt in die Zuständigkeit der Berufsfeuerwehr – hier der Stadt Köln -, die damit auch Nutzerin des Hochbunkers wird.

1988 gründete sich eine Initiative aus Ehrenfelder Bürgern, Mitgliedern der Ehrenfelder Bezirksvertretung, der Pfarrgemeinde Sankt Anna, der SPD, der CDU und Der GRÜNEN.

Sie schlugen vor, den Bunker in eine Gedenkstätte des Progromms gegen die Juden in Ehrenfeld umzugestalten und in einem aufklärerischen Sinn gegen Völkerfeindschaft, Unterdrückung und Krieg zu nutzen.

Am 1. September 1989 wurde anläßlich des 50sten Jahrestages des deutschen Überfalls auf Polen und dem Beginn des Zweiten Weltkrieges die Ausstellung „5:45 – Gestaltwechsel“ im Bunker eröffnet. Es wurden Werke von Felix Droese gezeigt unter anderem die Papierskulptur „Ich habe Anne Frank umgebracht“. Professor Zamp Kelmp entwickelte auf Bitten der Initiative einen Umgestaltungsentwurf für den Bunker.

Im Sommer 1989 fanden sich rechtsradikale Parolen am Bunker: „Haut in weg den Türkendreck. Ja zu den REP`s NPD“.

Dies zwang – und zwingt bis heute – die Verbrechen der Nazis nicht als Vergangenes, sondern als brandaktuelle politische Realität zu begreifen.

Der Kölner Jugendring brachte damals ein Transparent am Bunker an: „Ehrenfeld gegen Gewalt und Rassimus.“ Das Banner wurde am 10. November 2012 vom Jugendring erneuert.

Anm.: Der Anteil der Einwohner mit Migrations-hintergrund in Ehrenfeld lag zum 31. Dezember 2011 bei 34,3 %. (Stand Dez. 2021: 39,8 %.)

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Vom 1. bis 15. September 1991 beteiligte sich die „Initiative Gestaltwechsel“ im Rahmen der „TATA West – Kunst an Gürtellinie“ des Ehrenfelder Kunstvereins mit einer Ausstellung von Kinderzeichnungen aus dem KZ-Theresienstadt im Bunker.

90 Zeichnungen, Aquarelle, Scherenschnitte und Collagen werden gezeigt, die zwischen Anfang 1943 und Herbst 1944 in den (illegalen) Zeichenklassen der Bauhausschülerin Friedel Dicker-Brandeis (*30. Juli 1898 in Wien; 9. Oktober 1944 im KZ Ausschwitz) entstanden sind. Diese Ausstellug war bis dahin nur in internationalen Ausstellungen in der UdSSR, am staatlichen jüdischen Museum in Prag, in Yad Vaschem, Jerusalem und im Jüdischen Museum der Stadt Frankfurt zu sehen. Die Schirmherrschaft übernahmen Vaclev Havel (Präsident der ČSSR) und Johannes Rau (Ministerpräsident des Landes NRW).

Die Initiative Gestaltwechsel geht zu diesem Zeitpunkt noch davon aus, dass der Bunker an Stelle der Synagoge errichtet worden sei und nicht direkt daneben.

Bis 2003 hat es danach zahlreiche Ausstellungen im Bunker gegeben, meist getragen vom Förderkreis KULTUR KÖLN 30, der 1993 aus einem Arbeitskreis der Bezirksvertretung Ehrenfeld hervorgegangen war.

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Die Gruppenausstellung „SchmerzSchatten“ im Jahr 2002 erzielte einen Besucherrekord von 1067 Besuchern, diese Ausstellung fand auf allen Etagen des Bunkers statt.

29 Künstler*innen setzten sich mit dem Thema Tod nicht im historischen Kontext der Naziherrschaft und des Zweiten Weltkrieges sondern der eigenen Gegenwart auseinander, die durch ein eigenes Bedrohungsszenario geprägt ist, wie atomare Verseuchung nach Reaktorkatastrophen, AIDS, Einsatz von Massenvernichtungswaffen, Terrorismus und andere Formen militanter Gewalt.

2003 dann plötzlich das vorläufige Aus für die kulturelle Nutzung des Bunkers: Die Feuerwehr will den Bunker als Lagerstättefür Ausrüstungsgegenstände nutzen. Außerdem sei die Elektrik marode und Sanitäranlagen und Fluchtwege entsprächen nicht den Erfordernissen öffentlicher Gebäude. Die Bezirksvertretung Ehrenfeld bat um Prüfung einer Vereinbarkeit von Lagerraum und Veranstaltungen.

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im Bild: Miguel Freund, Josef Wirges, OB Jürgen Roters,
Bürgermeister Manfred Wolf und Rolf Mützenich MdB

Doch auch in den folgenden Jahren bleibt der Hochbunker ein Ort der Erinnerungskultur:

Jährlich nimmt hier am 10. November ein Schweigemarsch seinen Ausgang, um der Zerstörung der Synagoge vom 9. auf den 10. November 1938 und den jüdischen Opfern der Gewaltherschaft des NS-Regimes zu gedenken.

Der Schweigemarsch führt von hier aus zur Bartholomäus-Schinkstraße, wo am 24. Oktober und 10. November 1944 insgesamt 24 Edelweißpiraten und Zwangsarbeitern ohne Gerichtsurteil unter den Augen von 400 Zuschauern gehängt wurden.

Schließlich investierte die Bezirksvertretung 6.000 € und das Kulturamt nochmals 5.000 € in Brandschutzmaßnahmen für den Bunker. So dass ab 2007 dann zumindest das Erdgeschoss des Bunkers wieder als Versammlungsstätte für max. 99 Personen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte.

In den folgenden drei Jahre fanden zahlreiche Ausstellungen im Bunker statt, bis im Frühjahr 2011 unangemeldet zwei Mitarbeiter der Bundesimmobileinagentur im Büro des Bezirksbürgermeisters Josef Wirges erschienen und die sofortige Herausgabe der Bunkerschlüssel verlangten. Die angebotene Tasse Kaffee lehnten die Mitarbeiter ab, doch konnte Wirges erreichen, dass die für 2011 geplanten Ausstellungen bis zum Jahresende stattfinden konnten.

Als öffentlich bekannt wird, dass die kulturelle Nutzung des Bunkers (wieder einmal) bedroht ist, schließen sich Ehrenfelder Künstler*innen zu einer Projektgruppe zusammen. Die Gruppe sammelt Unterschriften für den Erhalt des Bunkers als Ort des Gedenkens und der künstlerischen Auseinandersetzung.

Rund 2000 Unterschriften wurden für den Erhalt des Bunkers gesammelt, darunter:

 

Gerhardt Baum, Bundesminister a.D.,

René Böll, Künstler,

Prof. Walter Dahn, HBK Braunschweig

Felix Droese, Künstler,       

Prof. Hartmut Neumann, HBK Braunschweig

Navid Kermani, Schriftsteller und Orientalist,

Prof. Kaspar König, Direktor Museum Ludwig,

Prof. Dr. Erwin Orywal, Institut für Ethnologie Univerität Kön,

Wolfgang Niedecken, Musiker und bildender Künstler,

Prof. Heribert C. Ottersbach, HGB Leipzig

Günther Walraff, Journalist und Schriftsteller,

Prof.in Anja Wiese, Fachhochschule Bielefeld,

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturamtes.

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Über die bereits geplanten Veranstaltungen hinaus, organisiert die Künstlergruppe weitere Kunstaktionen und Ausstellungen im Hochbunker.

Die Künstlergruppe und ihre Unterstützer forderten die Stadt auf, mit der Bundesimmobilienagentur über den Erwerb oder die Anmietung zu verhandeln. Darüber hinaus belegte der Vorschlag der Projektgruppe im Rahmen des Kölner Bürgerhaushaltes 2011, den Hochbunker als Kulturort zu erhalten, gesamtstädtisch den 3. Rang.

Der Vorschlag erhielt von Rat und Stadtverwaltung ein positives Votum, zugleich wurde klargestellt, dass das Liegenschaftsamt keine zusätzlichen Mittel zum Erwerb bereitstellen könne.  Vom Kulturamt wurde geraten einen Verein zu gründen und direkt mit der BIMA zu verhandeln.

Am 17.Oktober 2012 wurde der Verein „Förderkreis Hochbunker Körnerstraße 101 e. V.“ gegründet.

  1. Vorsitzende ist Gabriele Hammelrath, MdL; 2. Vorsitzende ist Petra Bossinger. Vorrangiges Ziel des Vereins ist es, den Hochbunker Körnerstraße als Erinnerungsort und Raum für Kunst- und Kultur zu erhalten. Die Eintragung ins Vereinsregister (VR 17557) erfolgte durch das Amtsgericht Köln am 24. Januar 2013.

Der Verein widmet sich in erster Linie der Erhaltung, der Pflege und der Nutzung des denkmalgeschützten Hochbunkers Körnerstraße 101 in Köln Ehrenfeld.

Dem Verein ist die Förderung regionaler, länderübergreifender und internationaler künstlerischer und kultureller Bestrebungen ein besonderes Anliegen. Dieses Anliegen soll vor allem durch Präsentationen zeitgenössischer Kunst und andere Veranstaltungen im Kontext der historischen Gebäudesubstanz des Hochbunkers Körnerstraße verwirklicht werden.

Die Geschichte des Hochbunkers und seine Zukunft als Kulturort, bleibt weiterhin spannend!

Petra Bossinger Köln-Ehrenfeld, im Februar 2012 (zuletzt aktualisiert: Feb. 2024)

Quellen:

Die Fakten zur Geschichte des Hochbunkers wurden sorgfälltig geprüft, es handelt sich aber um keine wissenschaftliche Arbeit, weshalb auf Fußnoten verzichtet wurde.

 

Neben den Homepages von Stadt Köln und der Synagogengemeinde Köln, Wikipdia und über die Jahre gesammelte Presseartikel des Kölner Stadt- Anzeigers und der Kölnischen Rundschau (1991 – 2011) wurden im wesentlichen folgende Quellen herangezogen:

 

 

kunstszene ehrenfeld,

Hrsg. Ehrenfelder Kunstverein e. V., 1990

 

TATA West,

Hrsg. Ehrenfelder Kunstverein, 1991

 

Bunker Körnerstraße Köln Ehrenfeld,

Hrsg. Initiative Gestaltwechsel, Köln 1991

 

Gutachterliche Stellungnahme zum Denkmalwert des Hochbunkers Körnerstraße 107 Köln Ehrenfeld, Rheinisches Amt für Denkmalpflege, 1994